Was ist eine Integrierte Gesamtschule?

In der Integrierten Gesamtschule (IGS) werden Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 bis zum Abitur unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler erhalten hier eine grundlegende, eine erweiterte oder eine vertiefte Allgemeinbildung und und haben die Möglichkeit einer individuellen Schwerpunktbildung entsprechend der Leistungsfähigkeit und den Neigungen. So können  Abschlüsse erlangt werden, die auch an der Hauptschule, der Realschule und  dem Gymnasium vergeben werden.

 

Was ist das Besondere der IGS?

In der IGS werden die Schülerinnen und Schüler nicht schon nach der 4. Klasse in die Schubladen „Gymnasium“, „Realschule“ und „Hauptschule“ gesteckt, sondern das Prinzip der Integration zeigt sich daran, dass Schülerinnen und Schüler eine Schule besuchen, ein gemeinsamer Lehrplan die Grundlage des Unterrichts ist, gemeinsam im  Unterricht gearbeitet wird  und alle  gemeinsam das  Schulleben gestalten. Dabei wird bei der Auswahl der Schülerinnen und Schüler darauf geachtet, dass die Zusammensetzung dem Durchschnitt im Landkreis entspricht (im Landkreis Harburg zurzeit: 50 Prozent Gymnasiasten, 40 Prozent Realschüler und 10 Prozent Hauptschüler. Durch die so gemischte Zusammensetzung der Schülerschaft wird sichergestellt, dass in der gymnasialen Oberstufe, die der des Gymnasiums entspricht,  auch das Zentralabitur erfolgreich abgelegt werden kann.

Eine (Gesamt-)Schule – alle Abschlüsse!

Gesamtschulen sind derzeit die einzige Schulform, die Schülerinnen und Schülern alle Abschlüsse anbieten kann: den Hauptschulabschluss, den erweiterten Hauptschulabschluss, den Realschulabschluss, den erweiterten Sekundarabschluss I und das Abitur.

Der Unterricht in den Jahrgängen 5-8 erfolgt als gemeinsames Lernen überwiegend im Klassenverband, ergänzt durch Arbeitsgemeinschaften, ein sprachliches Kursangebot sowie Wahlpflichtkurse ab Jahrgang 6. Die unterrichtliche Arbeit der Integrierten Gesamtschule ist geprägt durch das Bestreben, Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen gemeinsame Lernerfahrungen zu vermitteln und sie durch binnendifferenzierten Unterricht individuell zu fördern. In den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Naturwissenschaften und Gesellschaftslehre haben die Schülerinnen und Schüler der IGS Seevetal die Möglichkeit auf drei unterschiedlichen Leistungsniveaus ihre Fähigkeiten auszubauen.

Die Förderung der individuellen Begabungen, Fähigkeiten und Neigungen sowie die unterschiedlichen Lernsituationen und Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler erfordern einen angemessenen Einsatz vielfältiger Unterrichtsverfahren und -formen. Selbstständiges und kooperatives Lernen sowie das handlungsorientierte und problembezogene Arbeiten der Schülerinnen und Schüler sollen im Unterricht angeregt und unterstützt werden. Große Bedeutung kommt deshalb neben dem Klassenunterricht den Sozialformen Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit und neben dem Lehrgangsunterricht den Unterrichtsformen Freiarbeit, Wochenplanarbeit und Projektunterricht zu. Diese Methoden sind den Schülerinnen und Schülern aus der Grundschule bekannt und werden nun systematisch weiterentwickelt.

Nach skandinavischem Vorbild findet eine äußere Fachleistungsdifferenzierung in Hauptfächern ab Klasse 9 statt. Dies bedeutet eine Zuordnung der Schülerinnen und Schüler jeweils zu Kursen auf grundlegendem bzw. erhöhtem Niveau in den Hauptfächern. In Kombination mit gemeinsamem Lernen in anderen unterrichtlichen Zusammenhängen ermöglicht dies eine gute Vorbereitung auf die gestellten Ansprüche in der Oberstufe und in der modernen Arbeitswelt.

 

Schulleben

Zu den besonderen Merkmalen der Gesamtschule gehört, dass großer Wert auf die Gestaltung eines gemeinsamen Schullebens  gelegt wird. Hierzu tragen die Arbeitsgemeinschaften bei, die idealerweise Angebote aus den Bereichen  Chor, Orchester und Theater bereithalten und  dabei mit außerschulischen Kooperationspartnern zusammenarbeiten.

 

Zeugnisse und Versetzungen

An der Integrierten Gesamtschule können  in den Schuljahrgängen 5 bis 8 entweder Notenzeugnisse oder Lernentwicklungsberichte erstellt werden. Um das Lernen nicht durch Misserfolge zu belasten und eine exakte Rückmeldung über das Erreichte zu erhalten und gleichzeitig Hinweise auf die zukünftige Förderung zu geben, bilden Lernentwicklungsberichte sowie die daran anschließenden Lernentwicklungsgespräche die sinnvolle Art der Zeugnisse.  Da in den Schuljahrgängen 5 bis 10 der Integrierten Gesamtschule keine Entscheidungen über Versetzungen oder Nichtversetzungen getroffen werden, ist es wichtiger Lernprozesse rück zu melden als zu beurteilen. Die Versetzung in die gymnasiale Oberstufe erfolgt mit Erwerb des erweiterten Sekundarabschluss I am Ende der Klasse 10. Wenn die Schulzeit bis zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife an der Integrierten Gesamtschule auf zwölf Schuljahre umgestellt ist, entscheidet die Klassenkonferenz auf der Grundlage der Schülerleistungen, wer den 10. Schuljahrgang als Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe besucht.

 

Quelle: Niedersächsisches Kultusministerium: Info Gesamtschule.

 

 

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